Sie müssen immer erst die Grammatik lernen, denn ohne Grammatik können Sie mit den Wörtern keine Sätze bauen. Ein Kind braucht viel Zeit, um seine Muttersprache einigermaßen zu verstehen, und noch mehr Zeit, um sie später korrekt zu sprechen und zu schreiben. Analysieren Sie Ihre bisherigen Sprachlernerfahrungen, auch wenn diese schon lange zurückliegen. Probieren Sie neue Lernstrategien aus, gerade der Computer und die neuen Medien bieten vielfache Möglichkeiten dazu. Bestimmte sprachliche Fertigkeiten und Strukturen wie den Konjunktiv müssen Sie einüben. Sprachliche Strukturen sind aber kein Selbstzweck, sondern müssen für fremdsprachliche Kommunikation bereitstehen. Als Erwachsener sollten Sie sich die Kinder als Vorbild nehmen, wenn es um das Sprachenlernen geht: Lassen Sie sich Zeit beim Lernen, wiederholen Sie geduldig und lassen Sie falschen Ehrgeiz. Das natürliche Sprachenlernen basiert auf ständiger Wiederholung. Ein Wort, dem Sie zum ersten Mal begegnen, werden Sie mehrmals wieder vergessen, bis Sie es verinnerlicht haben. Deshalb ist es wichtig, sich regelmäßig mit einer Sprache zu beschäftigen. Die Audio-CDs lassen Sie am besten nebenher laufen, also z.B. beim Autofahren oder beim Bügeln. Dann müssen Sie nicht jeden Abend Vokabeln pauken, da Sie alles ganz von alleine lernen. Es dauert mehrere Jahre, bis ein Kind sich traut, komplexe Formulierungen selbst anzuwenden.
|